Out3P
Out3P (FB)
Out3P (FB)FUNCTION_BLOCK Out3P
Kurzbeschreibung
Umwandlung eines Analogwertes ( z.B. P-Regler ) in Ausgangssignale für einen 3-Punkt-Antrieb (Pulsweitenmodulation). Zusätzlich kann eine Referenzposition ( Endschalter ) des Antriebs erfasst werden. \
Darstellung

Schnittstellen
Eingänge
xEn
BOOL
Freigabe des Funktionsbausteins
rIn
REAL
Eingangssignal
xRefPos
BOOL
Digitaleingang zur Erfassung der Referenzposition ( Endschalter )
Ausgänge
xOutOpen
BOOL
Ausgangsvariable Plus/Mehr für den Antrieb
xOutClose
BOOL
Ausgangsvariable Minus/Weniger für den Antrieb
rPos
REAL
0.0 … 100.0
Analogsignal für die aktuelle Position
Sollwerte / Parameter
iRefPosition
INT
0 - 100
0%
Referenzposition des Antriebs
tImpulsClose
TIME
1s
Zeitdauer eines Impulses am Ausgang Minus/Weniger
tImpulsOpen
TIME
1s
Zeitdauer eines Impulses am Ausgang Plus/Mehr
rMinLimit
REAL
-100.0
Integralwert für die Impulsauslösung am Ausgang Minus/Weniger
rMaxLimit
REAL
100.0
Integralwert für die Impulsauslösung am Ausgang Plus/Mehr
rDuration
TIME
120s
Laufzeit des Antriebs
tIntegration
TIME
100ms
Zeitdauer zwischen zwei Integrationsvorgängen
Funktionsbeschreibung
Allgemeines
Dieser Funktionsbaustein dient zur Umwandlung eines analogen Eingangssignals rIn in die zugehörigen Ausgangssignale xOutOpen und xOutClose in Form einer Pulsweitenmodulation. Die Impulslänge ist dabei stets konstant ( tImpulsClose bzw. tImpulsOpen ) während die Pause zwischen zwei Impulsen unterschiedlich groß ist. Bei einem aktuellen Eingangssignal rIn von 0.0 werden keine Ausgangsimpulse erzugt. Befindet sich das aktuelle Eingangssignal im positiven Bereich ( 0.0 - +100.0 ) so werden nur am Ausgang xOutOpen Impulse erzeugt. Befindet sich das aktuelle Eingangssignal im negativen Bereich ( 0.0 - -100.0 ) so werden nur am Ausgang xOutClose Impulse erzeugt. Die Freigabe/Sperrung des Funktionsbausteins erfolgt über den Digitaleingang xEn. Jede ansteigende Flanke am Digitaleingang xRefPos ( d.h. der Antrieb befindet sich aktuell in seiner Referenzposition) bewirkt eine Neufestlegung des analogen Ausgangssignales rPos auf den Sollwert / Parameter iRefPosition.\
Freigabeeingang xEn
Bei nicht aktivem Freigabeeingang ( xEn = FALSE ) werden beide Ausgänge xOutOpen und xOutClose zurück gesetzt. zusätzlich wird das Integral auf 0 gesetzt und das Digitalsignal zur Erfassung der Referenzposition xRefPos ist ohne Funktion. Mit jeder abfallenden Flanke am Freigabeeingang wird das Ausgangssignal xOutClose während einer Zeitdauer von rDuration + 10s dauerhaft aktiviert und gleichzeitig das Ausgangssignal xOutOpen deaktiviert ( = Zwangsbewegung des Antriebs in Ruhelage ).\
Referenzposition
Der Digitaleingang xRefPos erlaubt eine Neujustierung der Positionsanzeige rPos auf einen vordefinierten Wert iRefPosition ( 0% = Ruhelage - 100% = Maximalposition ). Jede ansteigende Flanke am Digitaleingang löst eine Neujustierung aus.\
Signalerzeugung
Das analoge Eingangssignal rIn ( Regelabweichung eines Regelprozesses, Signal zum Nullpunkt symmetrisch ) wird im Intervall tIntegration über die Zeit integriert. D.h. nach jedem Integrationsintervall tIntegration wird das Produkt aus rIn und dem tIntegration gebildet und zum aktuellen Inhalt des Integrationsspeichers addiert. Es entsteht daher eine Treppenfunktion.\
Beispiel
rIn = 100K, tIntegration = 100ms, alter Wert des Integrationsspeichers = 500Ks, neuer Wert ( nach 100ms) = 510Ks. Übersteigt der Integrationswert den Grenzwert rMaxLimit, so wird am Ausgangssignal xOutOpen ein Impuls der Länge tImpulsOpen erzeugt.
\
Unterschreitet der Integrationswert den Grenzwert rMinLimit, so wird am Ausgangssignal xOutClose ein Impuls der Länge tImpulsClose erzeugt. Nach jeder Impulserzeugung wird der Integrationswert auf 0 zurück gesetzt. Der Grenzwert rMaxLimit darf nur Werte > 0.0, der Grenzwert rMinLimit darf nur Werte < 0.0 annehmen.\
Beispiele mit unterschiedlichen Parametern
tIntegration = 100ms, rMaxLimit = 100.0, rMinLimit = -100.0: Es wird bei einem Eingangssignal rIn in Höhe von +5.0 am Ausgang xOutOpen alle 4s ein Impuls mit der Länge 1s erzeugt. tIntegration = 100ms, rMaxLimit = 100.0, rMinLimit = -100.0: Es wird bei einem Eingangssignal rIn in Höhe von -5.0 am Ausgang xOutClose alle 4s ein Impuls mit der Länge 1s erzeugt. tIntegration = 200ms, rMaxLimit = 100.0, rMinLimit = -100.0: Es wird bei einem Eingangssignal rIn in Höhe von +5.0 am Ausgang xOutOpen alle 2s ein Impuls mit der Länge 1s erzeugt. tIntegration = 200ms, rMaxLimit = 100.0, rMinLimit = -100.0: Es wird bei einem Eingangssignal rIn in Höhe von -5.0 am Ausgang xOutClose alle 2s ein Impuls mit der Länge 1s erzeugt. tIntegration = 100ms, rMaxLimit = 200.0, rMinLimit = -100.0: Es wird bei einem Eingangssignal rIn in Höhe von +5.0 am Ausgang xOutOpen alle 8s ein Impuls mit der Länge 1s erzeugt. tIntegration = 100ms, rMaxLimit = 200.0, rMinLimit = -100.0: Es wird bei einem Eingangssignal rIn in Höhe von -5.0 am Ausgang xOutClose alle 8s ein Impuls mit der Länge 1s erzeugt.\
Positionsanzeige rPos
Sie dient zur Anzeige der aktuellen Position des 3-Punkt-Antriebes im Bereich 0 - 100% und wird intern berechnet ( 0% = Ruhelage, 100% = Maximalposition ). Zur Vermeidung von Abweichungen zwischen der errechneten und der tatsächlichen Position wird die regelmäßige Auslösung der Neujustierung der Positionsanzeige empfohlen. Die Positionsanzeige ist unabhängig von der Signalerzeugung, d.h. erreicht die Positionsanzeige eine Endposition ( 0% oder 100% ), so werden trotzdem weiterhin Signale an den Ausgängen xOutOpen bzw. xOutClose erzeugt.\
CODESYS
InOut:
Input
xEn
BOOL
Input
rIn
REAL
Input
xRefPos
BOOL
Input Const
iRefPosition
INT
0
Input Const
tImpulsClose
TIME
TIME#1s0ms
Input Const
tImpulsOpen
TIME
TIME#1s0ms
Input Const
rMinLimit
REAL
-100.0
Input Const
rMaxLimit
REAL
100.0
Input Const
tDuration
TIME
TIME#2m0s0ms
Input Const
tIntegration
TIME
TIME#100ms
Output
xOutOpen
BOOL
Output
xOutClose
BOOL
Output
rPos
REAL
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